1959 - 2020
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2.Bundesliga Fußball News von Sport1.de

96-Boss Kind rudert im Zieler-Zoff zurück (Mon, 03 Aug 2020)
Die Zukunft von Torhüter Ron-Robert Zieler ist derzeit das beherrschende Thema bei Hannover 96. Nachdem Martin Kind dem Weltmeister von 2014 zuvor mit deutlichen Worten einen Vereinswechsel nahegelegt hatte, rudert der 96-Boss bei SPORT1 jetzt zurück. "Ich hätte es sensibler formulieren können, aber es bleibt bei der gleichen und ehrlichen Aussage", erklärte Kind. "Jetzt dem Jungen wieder Hoffnungen zu machen, wäre falsch. Ich kenne die Meinung der sportlichen Leitung und deshalb kann ich Zieler das nur empfehlen. Das ist eher gut gemeint als böse." DAZN gratis testen und internationale Fußball-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE Der 76-Jährige hatte zuvor bei der Neuen Presse über Zieler gesagt: "Wenn Zieler mich fragt, empfehle ich einen Wechsel. Bei uns wird er keine Chance mehr haben." Rückblickend bereute Kind die Verpflichtung Zielers im vergangenen Sommer vom VfB Stuttgart gar. "Wir hätten ihn gar nicht verpflichten dürfen damals", meinte er. Kind: "Zieler muss damit umgehen" "Wenn Spieler uns verlassen, sagen sie uns das auch nicht besonders feinfühlig", betonte Kind nun im SPORT1-Gespräch. "Zieler ist Profi und muss damit umgehen. Wir stellen die Gehaltszahlung jetzt nicht ein, er kann aber ablösefrei wechseln. Das ist doch selbstverständlich. Mein Interesse ist, dass wir Frieden und Ruhe haben und dass er eine ordentliche Perspektive hat. Ich habe nichts gegen Zieler. Es tut mir leid für den Jungen. Ich bin aber nicht für die sportlichen Entscheidungen verantwortlich." Vergangene Woche hatten die Niedersachsen mit der Rückkehr von Michael Esser ein klares Signal an Zieler gesendet. "Wir haben uns dazu entschieden, Michael Esser als unsere neue Nummer eins zu verpflichten", sagte Trainer Kenan Kocak. In den Augen der Hannoveraner Verantwortlichen waren Zielers Leistungen in der abgelaufenen Saison zu wechselhaft. Zieler wisse "schon seit Saisonende, dass er nicht mehr die Nummer 1 sein wird", erklärte Kind. "Und das ist ausschließlich eine Entscheidung der sportlichen Leitung. Er kann doch nicht auf der Bank sitzen. Ich habe lediglich gesagt und dabei bleibe ich, dass ich ihm empfehle, er möge sich bemühen, woanders einen Verein zu finden, bei dem er die Nummer 1 sein kann. Sonst würde das nur Unruhe bringen und bei ihm Unzufriedenheit ohne Ende. Das kann man ihm gar nicht zumuten." Der 31-jährige Zieler hatte im vergangenen Sommer in Hannover einen langfristigen Vertrag bis 2023 - plus einjähriger Option - unterschrieben. Sein Jahresgehalt soll bei 700.000 Euro liegen.
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VfL Bochum vermeldet Coronafall (Mon, 03 Aug 2020)
Beim VfL Bochum hat sich Profi Danny Blum vor dem Trainingsauftakt mit Corona infiziert. Der Spieler befinde sich seit dem positiven Test am vergangenen Samstag in häuslicher Quarantäne und ist symptomfrei, das gab der Klub am Montagnachmittag bekannt. Kontakt zwischen Blum und seinen Teamkollegen habe es vor den Tests nicht gegeben. DAZN gratis testen und internationale Fußball-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE Weitere Coronatests beim VfL Bochum negativ Alle weiteren Ergebnisse der ersten und zweiten Testreihe seien negativ ausgefallen. Von den Spielern und Teammitgliedern waren am Samstag und Montag im "Drive-in-Verfahren" aus ihren Autos heraus Abstriche genommen worden. Alle Maßnahmen finden "in enger Abstimmung zwischen der medizinischen Abteilung des VfL sowie den örtlichen Gesundheitsbehörden statt".
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Darum ist Hrubesch für den HSV ein Volltreffer (Sat, 01 Aug 2020)
Auf diese Nachricht haben die Fans des Hamburger SV viele Jahre sehnsüchtig warten müssen. Nachdem SPORT1 bereits am Donnerstag über Gespräche mit der Klub-Legende Horst Hrubesch berichtet hatte, folgte nur einen Tag später die offizielle Bestätigung: Hrubesch kehrt zum HSV zurück. Der 69-Jährige übernimmt die Rolle als Direktor Nachwuchs und soll sich in Zukunft um die Talentförderung bei den Rothosen kümmern. "Ich habe in den Gesprächen den Eindruck gewonnen, dass der HSV jetzt den richtigen Weg eingeschlagen hat. Es geht im Fußball nicht um kluges Reden, es geht um harte Arbeit, um Fleiß, Geduld und Überzeugung. Nur damit kann man weiterkommen", wird Hrubesch auf der Vereinshomepage zitiert. Hrubesch lebt Fleiß, Geduld, Überzeugung vor Für den HSV ist diese Personalentscheidung aus mehreren Gründen ein Volltreffer. Kaum ein anderer hat in seiner Karriere die Werte Fleiß, Geduld und Überzeugung besser vorgelebt als der ehemalige Stürmer. Sowohl als Spieler als auch später als Trainer machte sich Hrubesch mit Disziplin und Charakterstärke in ganz Europa einen Namen. Seinem ehemaligen Klub und neuem Arbeitgeber fehlt es an allem: Der HSV ist nach zwei verpassten Aufstiegen in Folge auf dem Weg zum blassen und grauen Zweitligadurchschnitt ohne Profil und Idee für die Zukunft. Hrubesch vereint genügend Strahlkraft und vor allem Glaubwürdigkeit, um das Gesicht und Aushängeschild eines neuen Weges zu werden. Hrubesch: "Der HSV braucht eine Philosophie" Das wird die Statik in der Führungsetage beim HSV zwangsläufig verändern. Trotz seines offiziellen Titels als Nachwuchsdirektor geht Hrubeschs Aufgabe weit über die Talentförderung hinaus. "Der Hamburger SV braucht eine Philosophie, die ohne Wenn und Aber gelebt wird. Eine einheitliche sportliche Ausrichtung aller Teams, definierte Parameter bei der Ausrichtung und Vorgehensweise der Kaderzusammenstellungen", sagte der Europameister und Vize-Weltmeister in seinem ersten Interview. Als Klub-Legende ist Hrubesch vorerst unantastbar; sein Wort hat deutlich mehr Gewicht als das aller anderen Verantwortlichen zusammen. Vielleicht öffnet die Personalie Hrubesch dem HSV sogar noch weitere Türen. Auf der Suche nach neuen Sponsoren und Geldgebern kann der Klub nun mit seinem Namen punkten. Das stärkt Hrubeschs ohnehin schon starke Stellung zusätzlich. Bewegt Hrubesch Kühne zur Rückkehr? Investor Klaus-Michael Kühne beispielsweise gilt als großer Fan des ehemaligen Stürmers. Die Gespräche mit Kühne liegen seit dem verpassten Wiederaufstieg auf Eis. Der Vertrag über die Rechte am Stadionnamen wurde nicht verlängert und lief kürzlich aus. Bislang wirkte das Konzept des HSV nicht überzeugend genug, um den 83-Jährigen wieder ins Boot zu holen. Das kann sich jetzt ändern. Es wäre allerdings vermessen, die Erwartungen an Hrubesch und den HSV nun zu hoch zu hängen. Seine Verpflichtung ist vor allem ein Investment in die Zukunft, das sinnvoller angelegt ist als die meisten anderen Personalentscheidungen der letzten Jahre. Doch auch für einen erfahrenen Mann wie Hrubesch ist die Aufgabe in Hamburg eine riesengroße Herausforderung und mit seiner Tätigkeit als Nachwuchstrainer beim DFB nicht vergleichbar. Hrubesch wird an der Entwicklung einer neuen DNA für den gesamten Klub mitarbeiten und kann nicht auf bereits gewachsene Strukturen zurückgreifen. Außerdem fehlt an allen Ecken und Enden das Geld. Mit Hrubeschs Rückkehr haben sich die Verantwortlichen erst einmal Zeit erkauft – vor allem aber einen Fachmann mit großer Reputation.
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Hrubesch steigt beim HSV ein (Fri, 31 Jul 2020)
Der Hamburger SV stellt sich auch im Nachwuchsbereich für die Zukunft neu auf. Wie der Zweitligist am Freitagmittag bestätigte, übernimmt Horst Hrubesch den Posten als Direktor Nachwuchs. In dieser Funktion wird der 69-Jährige für das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des Traditionsklubs verantwortlich sein. SPORT1hatte bereits am Donnerstag darüber berichtet, dass HSV-Sportvorstand Jonas Boldt und Präsident Marcell Jansen Kontakt zu Hrubesch aufgenommen haben. "Ich habe in den vergangenen Jahren in regelmäßigen Abständen Kontakt zu Horst Hrubesch gehabt und mich mit ihm auch immer über Fußball und Entwicklungspotenziale unterhalten. Er verfügt über einen enorm wertvollen Erfahrungsschatz, trifft im Umgang mit jungen Fußballern den richtigen Ton und ist zudem ein echter HSVer", wird Boldt in einer HSV-Mitteilung zitiert. "Ich hielte es für fahrlässig, in Sachen Nachwuchsarbeit keinen Austausch mit ihm zu suchen." Hrubesch prägte goldene HSV-Ära Hrubesch arbeitete von 2000 bis 2016 in verschiedenen Positionen im Nachwuchsbereich des DFB. Unter anderem führte er die U21-Nationalmannschaft zum EM-Titel 2009 und die deutsche Olympia-Auswahl zur Silbermedaille bei den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro. Als Profi feierte er mit dem HSV großer Erfolge, gewann drei Mal die Meisterschaft und 1983 den Europapokal der Landesmeister. In 159 Bundesligaspielen für die Norddeutschen erzielte Hrubesch 96 Treffer. Mit dem DFB-Team wurde er 1980 Europameister und erzielte im Finale gegen Belgien beide Tore. "Hier muss wieder mehr über Fußball gesprochen und daran gearbeitet werden", sagt Hrubesch zu seiner neuen Aufgabe: "Ich stehe so lange zur Verfügung, wie wir in diesem Team mit einer Zielsetzung und Fleiß vorangehen und ich auch Spaß daran habe". "Der HSV hat den richtigen Weg eingeschlagen" Mehrfach hatte sich der HSV in der Vergangenheit um die Dienste des Hobbyanglers bemüht, zu einer Einigung kam es aber nie. Vor allem, weil dem geradlinigen Hrubesch die chronischen Kabalen in der Hansestadt gründlich missfielen. Mehrere Präsidenten und Vorstandsbosse holten sich bei ihm einen Korb. Nun aber ist der knorrige Coach bereit für eine neue Aufgabe. "Ich habe in den Gesprächen den Eindruck gewonnen, dass der HSV jetzt den richtigen Weg eingeschlagen hat", sagte Hrubesch. --- mit Sport-Informations-Dienst
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HSV-Coach Thioune: "Um den Kader beneiden uns viele" (Fri, 31 Jul 2020)
Für den neuen Trainer Daniel Thioune ist der Hamburger SV nach zwei Zweitligajahren ganz klar ein Kandidat für die Rückkehr in die Bundesliga. "Wir haben einen Kader, um den uns viele in der 2. Liga beneiden. Ziele sollten grenzenlos sein, ich verschließe mich nicht vor dem, was nach vorne gehen kann", sagte der 46-Jährige der Bild. Für ihn sei bei der täglichen Arbeit von großer Bedeutung dass sich niemand in den Vordergrund stelle und wichtiger nehme als das Team. "Die Straße ist breit genug, aber ein paar Leitplanken, die setze ich dann schon", sagte Thioune im Interview mit der Hamburger Morgenpost. Thioune hatte seit Oktober 2017 als Chefcoach beim VfL Osnabrück gearbeitet, die Niedersachsen zunächst vor dem Abstieg in die Viertklassigkeit bewahrt und 2019 in die 2. Liga geführt. Dort gelang in der vergangenen Spielzeit der Klassenerhalt. Sein Vertrag beim HSV läuft bis Mitte 2022.
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Zieler muss weichen - Esser als "Nummer eins" zu 96 (Thu, 30 Jul 2020)
Torhüter Michael Esser kehrt als neue Nummer eins zum Fußball-Zweitligisten Hannover 96 zurück. Der 32-Jährige wechselt nach einem halben Jahr beim Bundesligisten TSG Hoffenheim ablösefrei zu den Niedersachsen, wo er bereits seit Juli 2017 für zweieinhalb Jahre unter Vertrag gestanden hatte. Nun unterschrieb er für drei Jahre bis zum 30. Juni 2023 und verdrängt Ex-Weltmeister Ron-Robert Zieler zwischen den Pfosten.  "Wir haben uns dazu entschieden, Michael Esser als unsere neue Nummer 1 zu verpflichten", sagte 96-Trainer Kenan Kocak.  Zu Beginn der abgelaufenen Spielzeit hatte Esser unter Ex-Coach Mirko Slomka seinen Stammplatz noch an Zieler verloren und war anschließend in den Kraichgau gewechselt. Für die TSG kam er jedoch nicht zum Einsatz, seit Mitte Februar stand er nicht mehr Kader.  "Es fühlt sich ein bisschen an, als wäre ich nicht weg gewesen. Jeder weiß, dass ich mich in der Hinrunde letztes Jahr in keiner schönen Situation befunden habe, mit der die aktuell handelnden Personen nichts zu tun haben", sagte Esser und ergänzte: "Es gab im Sommer Kontakt zu anderen Klubs, ich habe für mich aber die Entscheidung getroffen, die Aufgabe hier bei 96 unbedingt annehmen zu wollen." 
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Nagelsmanns Assistent neuer Trainer in Nürnberg (Thu, 30 Jul 2020)
Julian Nagelsmann bisheriger Assistent Robert Klauß ist neuer Cheftrainer des Zweitligisten 1. FC Nürnberg. Das bestätigten die Franken am Donnerstagmittag. "Robert ist ein mutiger Trainer mit frischen und innovativen Methoden. Das wirkt sich auch auf den von ihm favorisierten Spielstil aus", erklärte FCN-Sportvorstand Dieter Hecking in der Pressemitteilung des Clubs. "Bei RB konnte er unter verschiedenen Cheftrainern dauerhaft eigenständig arbeiten und seine Ideen einbringen. Robert ist eloquent und er beherrscht es, Aufbruchsstimmung zu erzeugen. Sein Wechsel nach Nürnberg bietet für beide Seiten eine große Chance und Möglichkeit." Klauß war seit zwei Jahren Co-Trainer bei RB Leipzig, erst unter Ralf Rangnick, dann unter Nagelsmann. 2018 hatte der heute 35-Jährige den Fußballlehrer-Lehrgang als Jahrgangsbester mit der Note 1,0 abgeschlossen. Klauß will "jede Stunde des Tages nutzen" "Ich empfinde die Chance, als Cheftrainer zu einem so großen Club wie dem 1. FC Nürnberg wechseln zu dürfen, als keine Selbstverständlichkeit. Diese Möglichkeit unterstreicht eine unfassbare Wertschätzung", wird Klauß in der Pressemitteilung zitiert. "Für uns gilt es ab sofort, jede Stunde des Tages zu nutzen und alles, wirklich alles, für den Club zu geben. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Dieter Hecking, der ein entscheidender Grund für meinen Wechsel gewesen ist." Klauß soll sich im Rennen um den Posten gegen den ehemaligen Darmstädter Coach Dimitrios Grammozis durchgesetzt haben. Der FCN hatte in der abgelaufenen Saison nur mit Mühe den Abstieg aus der zweiten Liga verhindert. Ein ähnliches Szenario wollen die Nürnberger im kommenden Spieljahr unbedingt vermeiden. 
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Der neue HSV-Kurs (Thu, 30 Jul 2020)
Nach dem erneut verpassten Aufstieg in die Bundesliga läuft beim Hamburger SV die Planung der neuen Saison im Hintergrund auf Hochtouren. Jonas Boldt steht dabei vor der womöglich schwierigsten Aufgabe in seiner Karriere als Funktionär: Der Sportvorstand des HSV muss einen Kader formen, der deutlich günstiger, aber möglichst besser ist als zuletzt. Ohne Trikotsponsor, die Hilfe des Investors und fehlende Zuschauereinnahmen sind die Mittel der Hanseaten allerdings begrenzt. "Die Rahmenbedingungen haben sich aus verschiedensten Gründen verändert, darum müssen wir unseren Kurs anpassen. Die wirtschaftlichen Möglichkeiten sind nicht besser geworden, daher gilt es jetzt, andere und vor allem kreative Lösungen zu finden", hat Boldt bei der Vorstellung des neuen Trainers Daniel Thioune gesagt. Der 46-Jährige ist eine dieser kreativen Lösungen, die für den neuen Weg des HSV stehen sollen: Weg von teuren Routiniers, hin zu mehr Entwicklung. HSV setzt unter Thioune auch auf die Jugend "Mit dem angepassten Weg, den wir als HSV eingeschlagen haben, und bei dem die Weiterentwicklung der Spieler und damit des gesamten Teams im Vordergrund steht, nimmt natürlich auch der Nachwuchs eine bestimmte Rolle ein. Ziel ist es noch mehr als zuvor, natürlich mit der nötigen Geduld, Spieler aus dem Nachwuchs an den Profikader heranzuführen", erklärt Boldt im Gespräch mit SPORT1. Deshalb habe er sich bei der Auswahl eines Co-Trainers für Thioune bewusst für eine interne Lösung entschieden. Der bisherige Coach der U21-Mannschaft, Hannes Drews, wird Thioune bei der täglichen Trainingsarbeit zur Seite stehen. Drews soll als Bindeglied zwischen Nachwuchs und Profis fungieren und jungen Spielern den Sprung nach oben erleichtern. Teure Nachwuchsarbeit, wenig Ertrag Wie wenig der HSV in den vergangenen Jahren aus den Möglichkeiten seiner Nachwuchsarbeit gemacht hat, ist in der Führungsetage schon lange ein Thema und war einer der Hauptstreitpunkte zwischen Boldt und dem im März entlassenen Ex-Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann. Über ein Konzept für die Optimierung der Jugendförderung hat es im Vorstand unterschiedliche Ansichten gegeben. Boldt muss sich nun notgedrungen stärker um die Entwicklung der eigenen Talente kümmern. Mit Kosten von bis zu sechs Millionen Euro pro Jahr gehörte die Jugendabteilung des HSV zuletzt zu den teuersten im deutschen Profifußball. Der 19 Jahre alte Rechtsverteidiger Josha Vagnoman schaffte es in der abgelaufenen Saison als eines der wenigen Eigengewächse zu regelmäßigen Einsätzen bei den Profis. Weitere Talente wie Stephan Ambrosius (21, Innenverteidiger) oder Aaron Opoku (21, Linksaußen) wollen die neue Chance beim HSV unter Thioune ebenfalls nutzen. HSV fragte bei Hrubesch an Boldt hat sich nach personeller Unterstützung für den Nachwuchsbereich auch im Umfeld des Vereins umgesehen. Nach Informationen von SPORT1 nahm der 38-Jährige gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Marcell Jansen Kontakt zur Klublegende Horst Hrubesch auf. Der ehemalige Stürmer feierte mit dem HSV die größten Erfolge und gewann 1983 den Europapokal der Landesmeister. Nach seiner Karriere arbeitete er fast 20 Jahre als Nachwuchstrainer beim DFB. Boldt und Jansen loteten die Chancen aus, Hrubesch für den HSV zu gewinnen. "Wir sind immer wieder im Gespräch mit vielen ehemaligen Profis, Trainern und Ex-HSVern, weil uns der Austausch und die verschiedenen Perspektiven sowie Eindrücke und Ideen zu neuen Impulsen verhelfen können. Nicht jedes Gespräch muss aber gleich in einer Anstellung oder Position beim HSV münden", sagt Boldt auf Nachfrage. Hamburger Etat sinkt von 30 auf 20 Millionen Dass junge und günstige Talente aus den eigenen Reihen in Zukunft eher gefragt sein werden als teure Routiniers, ergibt sich aus den immer knapper werdenden finanziellen Möglichkeiten. Der Etat für den Profi-Bereich wird in der kommenden Saison von 30 Millionen Euro auf knapp über 20 Millionen schrumpfen. Damit liegen die Rothosen im ligaweiten Ranking aber trotzdem noch auf den vorderen Plätzen. Absteiger Fortuna Düsseldorf und Hannover 96 sind mit etwa 16 Millionen Euro noch weit hinter dem HSV. Das setzt die Verantwortlichen bei der Zielvorgabe für die nächste Saison wieder unter Druck. Alles andere als der Aufstieg ist allein an den Zahlen gemessen nicht vertretbar. Sportlich gesehen bräuchte die Mannschaft um Kapitän Aaron Hunt dafür mehr Qualität, vor allem in der Innenverteidigung. Klaus Gjasula vom SC Paderborn ist die erste Verstärkung für den zentral-defensiven Bereich. Mindestens zwei weitere sollen in den nächsten Wochen folgen.
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